Neustädter Schulkinder besuchen das Tierheim

 

Der Kontakt mit der Jugend ist uns sehr wichtig. Deshalb haben wir gerne  auf die Anfrage der Stadt Neustadt reagiert und im Rahmen des Ferienprogramms eine Gruppe Schulkinder im Tierheim Unternesselbach empfangen. Führungen durch alle Abteilungen des Tierheims, Katzenschmusen und gemeinsames Gassigehen mit einigen Hunden fanden großen Anklang. 

Viele Fragen und angeregte Gespräche deuteten auf das große Interesse, dass die Schülerinnen und Schüler dem Tierschutz allgemein und unserem Tierheim insbesondere entgegenbrachten.

Der Renner aber war einmal mehr Kaltblutstute Liz, die schon mehrmals auch unsere Tierheimfeste bereichert hat. Auf ihr zu reiten, sie zu streicheln, zu füttern und ihr Zöpfe in Mähne und Schweif zu flechten, rief natürlich gerade bei den Mädels große Begeisterung hervor. Wir danken dem Ehepaar Patricia und Günther Heidtmann-Kupzok für diesen Beitrag zu einem gelungenen Ferienprogramm.

Schnell war die Zeit um. Unseren jungen Besuchern hatte es gut gefallen, und schon beim Abschied stand fest: Nächstes Jahr wieder!

W.B.

 


Harry Scheuenstuhl besucht das Tierheim

 

Am 30. August bekam unser kleines Tierheim großen Besuch: Die Landtagsabgeordneten Harry Scheuenstuhl und Herbert Woerlein, sowie Kreisrat Ronald Reichenberg ließen sich von Tierheimleiterin Ulrike Vogel durch die Anlage führen und die Tiere zeigen. Herbert Woerlein ist u.a. tierschutzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.Organisiert war das Treffen von Scheuenstuhls Mitarbeiter Norbert Kirsch.

 

Tierfreunde: v. li.: Herbert Woerlein, Harry Scheuenstuhl, Ronald Reichenberg

 

 

Unsere Gäste brachten der Organisation des Tierheims, der Situation des Tierschutzvereins Neustadt, sowie Tierschutzfragen im Allgemeinen lebhaftes Interesse entgegen. Die Fragen überschlugen sich, so dass es schwer fiel, mit den Antworten jedes Mal in die Tiefe zu gehen.

Die finanzielle Lage des Tierheims wurde ebenso thematisiert, wiedie ganz unterschiedlichen Gründe für die Aufnahme  von Tieren in ein Tierheim. Beispiele von ausgesetzten Hunden, aber auch die konkrete Schilderung der manchmal schweren menschlichen Schicksale, die hinter einer Abgabe stehen, riefen Nachdenklichkeit hervor.

Leider setzte der Termindruck unserer Besucher dem lebhaften Gedankenaustausch seine Grenzen, doch durften wir aus einem herzlichen Abschied den Eindruck mitnehmen, dass unsere Tierschutzarbeit und die Wirkung unseres Tierheims ins Umland sehr positiv wahrgenommen wurden.

Für den Besuch und das uns entgegengebrachte Interesse bedanken wir uns!

 

W.B.


Unser Tag der offenen Tür 2018

 

Der traditionelle Tag der offenen Tür im Tierheim Unternesselbach am 9. September war wieder einmal rundum schön und gelungen. „Es Wedder had passd“, ent-sprechend viele Besucher kamen, darunter unsere Stammgäste und zahlreiche unserer ehemaligen Hunde mit ihren Herrchen und Frauchen. Es war halt, wie immer, ein „Familientreffen“.

Für das leibliche Wohl war rundum gesorgt, die Kinder kamen auf ihre Kosten und besonders die Kutschfahrten der Familie Wiegel waren wieder die große Attraktion. Auch unsere „Tierheimmädels“ haben sich, wie gewohnt, gewaltig reingehängt.

Wir danken unseren Gästen für ihren Besuch und das Interesse an unseren Tieren, und besonders allen unseren fleißigen ehrenamtlichen Helfern, ohne deren tatkräftigen Einsatz das alles nicht möglich wäre. Was da vor, während und nach dem Fest (auf Deutsch: Event) alles zu leisten ist, ahnt der Besucher kaum. Also, bis nächstes Jahr!

W.B.


Auslandstierschutz – warum?

 

Immer wieder wird kritisch hinterfragt, warum eigentlich deutsche Tierschutz-Organisationen Straßenhunde aus dem Ausland holen. Haben wir selbst nicht genügend Tierschutzprobleme? Müssen wir die ganze Welt retten wollen?

 

Gleich vorab: Nicht alles, was sich in der Tierschutzszene bewegt, ist seriös, erst recht nicht im so genannten Auslandstierschutz. Generell gilt: Je emotionaler und schriller eine Organisation das Mitleid des Tierfreundes anspricht, desto mehr Vorsicht ist angesagt.

 

Nun zu den Fakten: Straßenhunde gibt es in allen ost- und südeuropäischen Ländern sowie in großen Teilen Asiens. Sie sind Nachkommen ehemaliger Haus- und Hofhunde. Heimat- und herrenlos versuchen sie zu überleben. Zu einer Gefahr für den Menschen werden sie so gut wie nie.

 

Wie gut – oder wie schlecht – geht es den Streunerhunden? In Bulgarien und Rumänien, zum Beispiel, gehören sie zum Straßenbild. Während Straßenhunde in Bulgarien jedoch weitgehend unbehelligt leben, sind sie in den Städten Rumäniens grausamer Verfolgung ausgesetzt.

 

Was passiert in Rumänien?

 

Seit 17 Jahren betreibt die Tierhilfe Hoffnung e.V. bei Pitesti /Rumänien das Tierheim Smeura, das in großem Umfang Kastrations- und Impfprogramme an Straßenhunden durchführt. Die betreffenden Hunde wurden ursprünglich an ihren angestammten Futterplätzen wieder ausgesetzt und medizinisch überwacht. Mit gezielter, flächendeckender Kastration der Straßenhunde hätte das Problem bald auf humane Weise gelöst sein können.

 

Was aber passiert neuerdings in Rumänien? Nachdem seit drei Jahren die Kommunalbehörden zur Ausrottung der Straßenhunde in eigener Regie ermächtigt sind, hat in rumänischen Städten ein Massaker eingesetzt. Ein enthemmter Mob schlägt auf der Straße Hunde tot, verbrennt oder begräbt sie lebend. Lachende Kinder stehen neben verstümmelten Hundeleichen. Brutale städtische Hundefänger-Kommandos fangen alle Hunde ein und bringen sie in Tötungsstationen, eben auch alle diejenigen Hunde, die schon von Tierheim-Veterinären kastriert und gechippt wurden. In den Tötungsanstalten wird dilettantisch und grausam getötet. Den meisten Hunden wird Naphthalin ins Herz gespritzt, oder auch einfach Luft in die Venen. Sie sterben unter schlimmen Qualen.

 

Die städtische Tötungsstation von Pitesti liegt genau gegenüber der Smeura. Bürgermeister Tudor Pendiuc erpresst die Tierheimleitung der Smeura: Entweder ihr übernehmt alle Hunde – auch eure bereits kastrierten und geimpften – oder ihr seht zu, wie getötet wird. Binnen zweier Jahre ist die Belegung der Smeura von 3800 auf 5300 Hunde angewachsen. Mindestens zweieinhalb Tonnen Hundefutter werden täglich benötigt, um sie alle zu ernähren. Viele von ihnen sind krank und beeinträchtigt als Folge von Verkehrsunfällen, Vergiftungen und Misshandlungen.

 

Das ist die Situation der Straßenhunde in Rumänien heute. Gibt es in einem solchen Land noch Hoffnung für die verfolgte Kreatur?

 

Es gibt ein Licht der Hoffnung!

 

Es gibt auch in Rumänien Menschen, die dem Hundemassaker nicht tatenlos zusehen und sich dagegen organisieren.

Wissen Sie, wie die Zeitschrift der Tierhilfe Hoffnung heißt? – „Das kleine Licht“. Der Name sagt alles aus: Solange dieses Licht brennt, ist der Kampf nicht verloren. Eine stetig wachsende Zahl rumänischer Tierschützer steht für diese Hoffnung. Sie gehen in Schulen und klären auf, damit wenigstens die Kinder mit einem Umdenken in Sachen Tierschutz beginnen.

 

Eines allerdings ist klar: Ohne finanzielle Unterstützung von außen erlischt diese Hoffnung über Nacht.

 

Das politische Europa freilich ignoriert das Problem. Da ist es wichtiger, wie krumm Gurken sein dürfen.

 

Nein – wir können die Welt nicht retten.

Aber wenn durch unsere konkrete Hilfe auch nur ein paar Straßenhunde in Sicherheit gebracht werden, so haben wir wenigstens einen in unseren Kräften stehenden Beitrag geleistet, das kleine Licht der Hoffnung und der Menschlichkeit am Brennen zu erhalten.

 

Deshalb unterstützen wir, das Tierheim Unternesselbach, unser Partnertierheim Smeura, indem wir Hunde von dort an deutsche Tierfreunde vermitteln. Und wir bitten Sie herzlich darum, uns dabei auch in Zukunft nicht allein zu lassen.